Buchweizen ist ein wahres Superfood und hat viele positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Da es auch eine regionale Alternative zu anderen Pseudo-Getreide wie Quinoa ist, sollte das Knöterichgewächs öfters auf den Tisch kommen. Buchweizen kann gekocht oder gekeimt werden und ist vielseitig in der Verarbeitung. Es ist frei von Gluten und gilt als basisch. Die gekeimten Körner enthalten außerdem eine Extraportion an wertvollen Mineralstoffen, Proteinen und Enzymen.

Lange Zeit war Buchweizen in Europa ein wichtiges Nahrungsmittel, da es sehr einfach anzubauen war. Aufgrund des noch einfacheren und günstigeren Anbaus von Kartoffeln verschwand Buchweizen aber bald von der Bildfläche. In den letzten Jahren greifen viele gesundheitsbewusste Menschen wieder zu dem regionalen Pseudo-Getreide. Vor allem in glutenfreien und veganen Speisen ist Buchweizen sehr beliebt.

Nährwerte von Buchweizen (roh & ungekocht pro 100g)

Kalorien340 kcal
Eiweiß10 g
Kohlenhydrate70 g
Fett2 g
Ballaststoffe4,1 g
Vitamin E0,84 mg
Vitamin B10,24 mg
Vitamin B20,15 mg
Vitamin B60,58 mg
Eisen3,2 mg
Zink2,5 mg
Magnesium142 mg

(Angaben von fddb.info)

Hochwertiges Eiweißgehalt & wenig Fett

Buchweizen ist besonders für Sportler interessant, denn es liefert alle essentiellen Aminosäuren in einem günstigen Aminosäureprofil. Bei nur 2% Fett beinhalten die Körner 10% Eiweiß. Damit enthält es zwar weniger Eiweiß als herkömmliches Getreide wie Weizen, aber dafür in einer sehr hochwertigen Form. Aktuellen Forschungen zufolge verfügt das Eiweiß im Buchweizen über eine biologische Wertigkeit von rund 90%. Vor allem Veganer und auch Paleo-Anhänger schwören daher auf das gesunde Pseudo-Getreide.

Reich an Mineralstoffen

Buchweizen ist reich an Eisen, Zink und Selen. Mit nur 100g Buchweizen lässt sich rund 1/5 des Eisenbedarfs von Frauen bzw. 1/3 des Eisenbedarfs von Männern decken. Das Zink fördert das Immunsystem und Selen ist als wirksames Antioxidants bekannt.

Glutenfrei und trotzdem lecker

Obwohl Buchweizen ein Pseudo-Getreide und daher auch glutenfrei ist, schmeckt es wie Getreide. Auch die Zubereitung ist sehr ähnlich. Bei der Weiterverarbeitung muss man jedoch manchmal auf zusätzliche Bindemittel setzen, da die klebrigen Gluten fehlen. Es lohnt sich aber auf jeden Fall, herkömmliche Getreide-Speisen mit Buchweizen zu bereichern.

Buchweizen
Buchweizen ist reich an wertvollen Mineralstoffen und hochwertigen Eiweiß.

Sekundäre Pflanzenstoffe durch Keimen

Wenn du von den Inhaltsstoffen aus dem Buchweizen profitieren möchtest, solltest du ihn keimen lassen. Denn so wird die Bioverfügbarkeit der Nährstoffe verbessert. Besonders die sekundären Pflanzenstoffe wie Flavonoiden profitieren vom Keimprozess. Im gekeimten Buchweizen ist außerdem weniger Stärke enthalten, was wiederum seine basischen Eigenschaften fördern soll. Das Keimen von Buchweizen ist auch für Einsteiger geeignet und sehr leicht umsetzbar, mehr dazu liest du unter den Zubereitungsmethoden.

Die positiven Effekte von Buchweizen

Die Vielfalt der positiven Auswirkungen beim regelmäßigen Verzehr von Buchweizen sind beeindruckend:

  • Buchweizen soll der Universität von Manitoba (Kanada) zufolge den Blutzuckerspiegel regulieren können.
  • Durch den sekundären Pflanzenstoff Rutin soll gekeimter Buchweizen in der Lage sein, Bluthochdruck zu senken.
  • Da Buchweizen über viele Ballaststoffe verfügt, hilft dieser auch bei der Regulierung des Cholesterinspiegels.
  • Buchweizen gilt als basisch, insbesondere die Keimlinge sind im Rahmen einer basischen Ernährung besonders empfehlenswert.

Zubereitung und Verwendung

Der als basisch eingestufte Buchweizen kann ganz einfach in der doppelten Menge Wasser gekocht werden und als Beilage oder Brei zubereitet werden. Die Zubereitung gelingt sowohl pikant als auch süß. Als Mehl eignet sich Buchweizen als Bestandteil von Crepes, Brot und Backwaren (wie Biskotten). Man kann Buchweizen auch direkt mit Kräutern und Knoblauch oder Zitronensaft kochen, um für etwas Abwechslung zu sorgen.

Als Knöterichgewächs keimt Buchweizen besonders schnell und einfach. Durch den Keimprozess werden besonders viele nahrhafte Inhaltsstoffe wie beispielsweise eine Reihe von B-Vitaminen, Magnesium, Zink, Eisen und sogar das Coenym Q10 freigesetzt. Die Keimlinge können ebenso in Brote oder gekochte Gerichte gemischt werden. Sie eignen sich aber auch perfekt für Salate und Rohkost.

Zum Keimen weicht man die Körner in der dreifachen Menge an (lauwarmen) Wasser für etwa eine Stunde ein, danach sollte man den Buchweizen etwas stehen lassen. Anschließend muss man die Keimlinge drei Tage lang jeden Tag zwei mal mit kaltem Wasser spülen. Besonders wichtig ist es, die klebrige Substanz (dabei handelt es sich um freigesetzte Stärke) gründlich abzuspülen.

Buchweizen ist in den verschiedensten Formen erhältlich:

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2 Kommentare

    1. Hallo liebe Irina,

      ja, Buchweizen ist gemäß PRAL-Tabelle basisch. Der PRAL-Wert ist laut aktuellen ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen ein zuverlässiger Wert um die Auswirkung eines Lebensmittels auf den Säure-Basen-Haushalt zu messen. Ich werde demnächst auch einen Beitrag dazu schreiben.

      Liebe Grüße!

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