Die Fettsäure Omega 3 hat in den letzten Jahren immer wieder aufgrund ihrer positiven Eigenschaften die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. In den meisten Fällen wird Omega 3 mit Fischöl in Verbindung gebracht, welches Herzkrankheiten vorbeugen soll. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass Fischöl gar nicht so gesund ist, wie es oft verkauft wird. Doch woher kommt der Mythos des gesunden Fischöls überhaupt?

Inuit und Herzkrankheiten

Zwei dänische Forscher haben 1970 damit begonnen, die Ernährung der Grönländischen Inuit zu studieren nachdem sie erfahren haben, dass diese geringe Vorkommen der koronaren Arterienkrankheit aufweisen. Die Forscher Bang und Dyerberg beschrieben die Ernährung sehr reich an Fisch – und somit auch reich an tierischem Fett und Omega 3. Das führte ursprünglich zu der Annahme, dass diese Ernährung gut für die Herzgesundheit sei. Und so kam es auch zur Annahme, dass Omega 3 essentiell für die Herzgesundheit sei.

Der aktuelle Stand der Forschung

Interessanterweise zeigt ein Blick auf die Forschung der letzten vierzig Jahre, dass die Bevölkerung der Inuit und auch die Ureinwohner von Kanada und Alaska gleich oft an koronaren Arterienkrankheiten erkranken als andere Bevölkerungen. Sogar jahrtausende alte Mumien aus der Region der Inuit zeigten Anzeichen einer Arteriosklerose. Generell ist die Sterblichkeitsrate in Hinsicht auf Herz-Kreislauf-Krankheiten auch bei den Ureinwohnern nicht niedriger als in anderen Bevölkerungsgruppen. Im Gegenteil: Die Sterblichkeitsraten sanken in den letzten Jahren durch den Einfluss des westlichen Lebensstils sogar.

Warum gilt Fischöl noch immer als gesund?

Fälschlicherweise zitieren noch immer viele Publikationen die mittlerweile widerlegte Studie von Bang und Dyerberg. Vermutlich steckt auch die Industrie der Fischöl-Supplemente hinter diesem hartnäckigen Mythos, denn das Geschäft mit den Fischöl-Kapseln ist unaufhaltsam.

Nichtsdestotrotz spielen Fettsäuren eine zentrale Rolle für unsere Gesundheit. Da diese über die Nahrung zugeführt werden müssen, werden sie für unsere Gesundheit als essentiell eingestuft. Sie finden sich jedoch auch in den Fetten von pflanzlichen Nahrungsmitteln.

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