Viele Menschen sind auf der Suche nach vollwertigen Alternativen zu Kuhmilch. Und das aus unterschiedlichen Gründen. Zum einen vertragen viele Menschen Kuhmilch nicht und zum anderen soll Kuhmilch doch nicht so gesund sein, wie in den letzten Jahrzehnten behauptet wurde. Doch kann man Kuhmilch überhaupt vollwertig und nachhaltig ersetzen? Und worauf muss man dabei achten?

Die Probleme mit der Kuhmilch

Kuhmilch ist nicht nur reich an gesättigten Fetten, Cholesterin, Transfetten, Cholin und Endotoxinen. Sie ist auch arm an gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffen wie Antioxidantien. Die in der Milch enthaltenen Hormone stehen außerdem unter Verdacht, Akne zu begünstigen sowie Brust- und Prostatakrebs zu fördern. Die mit Milchkonsum in Verbindung gebrachte Liste an Krankheiten und Risiken ist sehr lange und zum Großteil auch sehr gut wissenschaftlich belegt. Es gibt also genügend Gründe, auf Kuhmilch zu verzichten.

Pflanzendrinks als Alternative?

Vergleicht man im Handel erhältliche Pflanzendrinks mit Vollmilch, so wird schnell klar dass die Unterschiede vor allem im Eiweiß-, Zucker- und Kalziumgehalt liegen. Während Sojamilch mit 3,9g Eiweiß der Vollmilch sehr ähnlich ist, besitzen sämtliche andere Pflanzendrinks deutlich mehr Kohlenhydrate, dafür aber weniger Eiweiß und Fett.

KohlenhydrateEiweißFett
 Vollmilch4,7 g3,4 g3,5 g
 Sojadrink3,9 g3,9 g2,3 g
 Reisdrink9,9 g0,1 g1,1 g
 Mandeldrink3 g0,5 g1,1 g
 Kokosdrink11,4 g0,3 g1,8 g
 Haferdrink6,8 g0,3 g1,5 g

(Angaben von fddb.info)

Große Unterschiede zwischen den Pflanzendrinks und der Kuhmilch finden sich auch beim Kalziumgehalt. Mit Kalzium angereicherte Pflanzendrinks können dabei gleichwertige Mengen an Kalzium liefern. Dennoch ist Vorsicht geboten. Ein Blick auf die Zutatenliste und die Nährstoffverteilung lohnt sich immer, da die unterschiedlichen Hersteller und Produkte unterschiedliche Kalziumengen zusetzen.

Ist Sojamilch die beste Alternative?

Die überarbeiteten Richtlinien der USDA umfassen mittlerweile sogar Sojamilch. Und das aus gutem Grund, denn Sojamilch kann nicht nur helfen, abzunehmen. Sojamilch kann auch das Krebsrisiko senken und COPD vorbeugen. Sojamilch beinhaltet 75% mehr Antioxidantien als Kuhmilch. In dem Pflanzendrink stecken außerdem Phytoöstrogene, die ebenfalls als sehr gesundheitsförderlich gelten. Sojamilch kann außerdem eine gute Kalziumquelle sein, was aber wiederum die positiven Effekte von (grünen) Tee beeinträchtigen kann. Drei bis fünf Tassen Sojamilch am Tag gelten als gesundheitsförderlich und bereits eine Tasse kann das IGF-1 Level senken, ein Wachstumsfaktor, der in der Struktur dem Insulin sehr ähnlich ist.

Im Vergleich zu anderen Pflanzendrinks ist (ungesüßte) Sojamilch mit zugesetztem Kalzium aufgrund der Verteilung der Nährstoffe die beste Alternative zu Kuhmilch. Der hohe Eiweißgehalt der Sojabohne ist außerdem für sportlich aktive Menschen sehr interessant.

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