Ärger loslassen (mithilfe von Zen)
Wut schadet vor allem dir selbst. Eine einfache Übung aus dem Zen-Buddhismus hilft dir, Ärger loszulassen und gelassener durchs Leben zu gehen.

Du bist wütend? Du ärgerst dich? Wenn wir uns ärgern, dann schaden wir damit nicht nur anderen, sondern vor allem uns selbst. Oft ärgern wir uns dann sogar darüber, dass wir uns ärgern. Dabei gibt es in den meisten Fällen gar keinen Grund, sich zu ärgern. Selbst wenn dich andere Personen ärgern, ist das in den meisten Fällen nicht die Absicht deines Gegenübers. Um mit dem Zorn, der Wut und dem Ärger besser umzugehen, kannst du dich einer einfachen Methode aus dem Zen Buddhismus bedienen. Wir zeigen dir, wie das geht!
Das leere Bot
Eine kleine Zen-Geschichte:
Ein Schüler fragte seinen Meister, wie er besser mit Zorn umgehen könne.
Der Zen-Meister antwortete: „Stell dir vor, es ist ein nebliger Tag. Du bist mit deinem Boot draußen auf dem See. Durch den Nebel kannst du kaum etwas erkennen. Bis plötzlich ein anderes Boot durch die Schwaden genau auf dich zukommt. Du wirst zornig. Du denkst: Na so ein Arsch, ich habe erst gestern mein Boot neu angestrichen. Und schon kracht das fremde Boot in deins hinein. Du kannst die frische Farbe, die du gestern so mühevoll aufgetragen hast, geradezu abblättern hören. Zorn! Dann schaust du genauer hin und siehst: das andere Boot ist leer. Niemand drin. Niemand, der dich absichtlich gerammt hat. Dein Zorn verfliegt. Du seufzt und denkst: Ach, was soll’s, dann muss ich demnächst eben noch mal streichen. Die Sache ist für dich damit gelaufen.“


