Tempeh ist die nussig-herzhafte Alternative zu Tofu und bietet eine fleischige Konsistenz. Mit Sojabohnen, Apfelessig und Starterkultur stellst du den Klassiker selbst her.

Hast du schon von Tempeh gehört? Das fermentierte Sojaprodukt ist nicht nur für Vegetarier und Veganer interessant. Sein spezieller, leicht käsiger Geschmack und die fleischige Konsistenz machen Tempeh zu einem richtigen Allrounder in der Küche. Die gesunde Tofu Alternative ist jedoch oft nur in Bioläden erhältlich und zudem relativ teuer. Tempeh kannst du aber ganz leicht auch selbst herstellen. Du benötigst dazu nur drei Zutaten, etwas Geduld und dieses Rezept!
Tempeh ist die indonesische Antwort auf Tofu. Hier wird er seit Jahrhunderten als Fleischersatz in der Küche verwendet. Vor allem in ländlichen Regionen ist Tempeh allgegenwärtig, da er viel günstiger als Fleisch ist. Für die Herstellung von Tempeh werden gekochte Sojabohnen mit einer Pilzkultur geimpft, in Bananenblätter gefüllt und zu kleinen Paketen geschnürt. Durch die hohe Temperatur im tropischen Land breitet sich die Pilzkultur über die Sojabohnen aus, fermentiert diese und formt sie zu einem festen Block.
Tempeh kannst du ganz gleich zubereiten wie Tofu. Achte darauf, dass er immer komplett durchgegart ist, bevor du ihn servierst. Tempeh schmeckt nicht nur in Curries, Suppen und Eintöpfen, sondern auch mariniert und gebraten. Besonders lecker schmeckt der Tempeh, wenn du ihn in einer Barbecue Sauce marinierst und anschließend in der Pfanne bratest oder grillst. Auch in sehr dünne Scheiben geschnitten und kross gebraten ist Tempeh köstlich, hier entfaltet er einen speckigen Geschmack.
Wenn du den Dreh erst mal raus hast und einige Male erfolgreich Tempeh hergestellt hast, kannst du die Sojabohnen auch durch andere Bohnen ersetzen. So schmeckt zum Beispiel Tempeh aus schwarzen, weißen oder dicken Bohnen sowie Kichererbsen mindestens genau so lecker. Du kannst außerdem Sesam oder nicht zu weich gekochten Vollkornreis unter die Bohnen mischen und mitfermentieren.
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Um den Tempeh reifen zu lassen, hast du nun verschiedene Möglichkeiten. Du benötigst auf jeden Fall eine Kunststoffbox, die als Wärmeschutz dient. Wir verwenden dafür eine einfache Tortenbox. Die Sojabohnen selbst kannst du nun entweder dicht in Bananenpapier wickeln, oder in einen Einweg-Gefrierbeutel, den du vorher mit vielen kleinen Löchern versehen hast, durch die sich die Kulturen ausbreiten können. Da wir selbst so gut es geht auf Plastik verzichten, geben wir die Sojabohnen in eine kleine Glas Auflaufform ohne Deckel und drücken alles gut fest. Nun gibst du dein Gefäß mit den Sojabohnen in die Kunststoffbox und verschließt diese.
Der Tempeh sollte an einem warmen und windgeschützten Ort reifen können. Bei uns dauert es je nach Jahreszeit zwei bis vier Tage ,bis der Tempeh fertig ist. Der Tempeh ist dann fertig gereift, wenn er komplett mit der weißen Pilzkultur umzogen ist und diese ihn fest zusammenhält. Wenn du dich (wie wir) für das offene Glasgefäß entscheidest, entsteht auf der Oberseite ein rund zwei bis drei Zentimeter hoher Schimmelpelz. Dieser verschwindet sobald du den Tempeh aus der Form stürzt und den Pelz glatt streichst. Der fertige Tempeh hält sich in einer Dose rund eine Woche im Kühlschrank.