Die vielfältigen positiven Effekte einer regelmäßigen Meditationspraxis sind mittlerweile selbst durch die Mainstream-Nachrichten bekannt geworden. Egal ob man einfach nur entspannen möchte, gegen eine Depression ankämpft oder schlechte Gewohnheiten ablegen möchte – Meditation scheint wie ein mächtiges Allheilmittel zu sein. Wenn du wie ich zu der ungeduldigeren Sorte Mensch gehörst, ist das Stillsein während der Meditation gar nicht so einfach. Daher habe ich für dich ein paar hilfreiche Tipps zusammengestellt wie auch Ungeduldige zur Meditation finden.

Warum Meditation gut tut

Es gibt unzählige unabhängige wissenschaftliche Studien, die die positiven Effekte von Meditation bestätigen. Während für unsere Vorfahren und für viele Menschen anderer Kulturen Meditation in Form von Gebeten gängige Praxis ist, hat unsere Gesellschaft die Verbindung zum Stillsein etwas verloren. Doch in den letzten Jahren und Monaten zeigt sich ein deutlicher Trend zur Meditation und sei es in Form von Yoga. Meditation hat keinesfalls etwas mit Religion zu tun, es kann eine spirituelle Praxis sein, muss aber nicht.

Die wissenschaftlich belegten Effekte von Meditation umfassen unter anderem:

Meditation führt bei regelmäßiger Praxis zu einem achtsamen Umgang mit einem selbst und Mitmenschen. Und daraus resultieren jede Menge Vorteile. Sie sorgt in unserem Nervensystem für die nötige Ruhe um Informationen zu verarbeiten. Wenn dich diese Argumente nicht überzeugt haben, dann schau dir doch einen der TED-Talks zu dem Thema an.

Die richtige Methode

Beim Meditieren geht es weniger um das „Wie“ als um das Tun. Die Effekte der unterschiedlichen Meditationstechniken sind aufgrund der Individualität der Menschen sehr schwer zu vergleichen. Persönlichkeit, Vorerfahrungen und Vorlieben können die Meditationspraxis beeinflussen. Klammere dich daher nicht an einer Methode oder einem Weg fest. Ich selbst habe die unterschiedlichsten Methoden ausprobiert, mich auf der Universität ein Jahr lang mit Meditation beschäftigt und zahlreiche Bücher zu dem Thema gelesen und noch immer nicht die Methode gefunden, die zu 100% zu mir passt. Ich habe mir vielmehr einen Satz an Werkzeugen zusammengestellt, auf den ich jederzeit zurückgreifen kann. Daher empfehle ich dir, offen zu bleiben und nicht aufzugeben. Mit der nachfolgend vorgestellten 5-Minuten-Meditation sollte dir der Einstieg außerdem ganz einfach fallen.

Ritual und Gewohnheit

Der schwierigste Teil bei der Meditation ist nicht die Meditation an sich, sondern die Regelmäßigkeit. Um aus der täglichen Meditation ein Ritual bzw. eine gute Gewohnheit zu machen, benötigt es einiges an Zeit und Energie. Jeder kennt das: eine Gewohnheit aufzubauen, sei es eine regelmäßige Bewegung oder eine gesündere Ernährung, ist nicht einfach.

Setze dir am besten ein leicht erreichbares Ziel für die nächsten 30 Tage: wie etwa die nachfolgend beschriebene 5-Minuten-Meditation für 30 Tage jeden Morgen direkt nach dem Aufstehen zu praktizieren. Der frühe Morgen eignet sich dafür am besten, da der Tag und dein Energielevel noch ganz frisch sind. Du bist außerdem noch wenig abgelenkt und du wirst nicht dazu verleitet, es auf später zu verschieben. Stehe daher einfach 10 Minuten früher auf, geh kurz auf die Toilette und setze dich für fünf Minuten zum Meditieren hin (ganz nach dem Motto „Rise-Pee-Meditate„).

5-Minuten-Meditation

Alles was du für diese Meditation brauchst sind ein bequemes Sitzkissen (es gibt auch spezielle Meditationskissen) und einen Timer (z.B. auf deinem Smartphone). Bevor du beginnst, sorgst du am besten dafür, dass alle möglichen Störquellen ausgeschaltet sind. Aktiviere den Flugmodus auf deinem Handy und ziehe dich in einem gut durchlüfteten Raum zurück.

Stelle dann den Timer auf fünf Minuten und folge einfach diesen Schritten:

  1. Setze dich aufrecht und bequem auf dein Kissen.
  2. Nun atmetest du für fünf Sekunden über die Nase ein. Nimm dabei wahr, wie der Atem durch die Nasenlöcher in deine Lunge fließt.
  3. Atme danach für fünf Sekunden über den Mund aus. Versuche dabei den Atemstrom über die Lippen wahrzunehmen.
  4. Probiere, das Heben und Senken der Brust und des Bauchraums zu spüren. Stell dir vor, wie der Atem durch deinen Körper fließt. Konzentriere dich ganz bewusst auf deinem Atem.
  5. Sollten unbequeme Gedanken („Was mach ich hier eigentlich?“) aufkommen, dann versuche dir diese wie Wolken vorzustellen, die wieder vorbeiziehen. Lenke dann den Fokus auf deinen Atem zurück.
  6. Bleibe bei dem Rhythmus von je fünf Sekunden Ein- und Ausatmung bis der Timer ertönt.
  7. Zum Abschluss bleibst du am besten noch kurz sitzen, um die Wirkung der Meditation nachzuspüren.

Diese kurze Meditation kombiniert Elemente aus der Achtsamkeitsmeditation und einem so genannten Body-Scan. Der Fokus auf den Atem sorgt dafür, dass du dich besser fokussieren kannst. Diese Methode wird auch im Yoga und bei vielen Entspannungstechniken eingesetzt.

Ungewohnte Gefühle

Sollte sich die Meditation für dich im ersten Moment oder sogar die ersten paar Mal ungewohnt anfühlen, dann gib nicht auf, denn es lohnt sich garantiert, dran zu bleiben! Sobald du die Meditation zu einer guten Gewohnheit gemacht hast, wirst du dich jeden Tag aufs neue auf die kurze Auszeit vom Alltag freuen.

Du solltest diese einfache 5-Minuten-Meditation mindestens über 30 Tage täglich praktizieren, um in den Genuss der positiven Effekte zu kommen. Auch danach solltest du dir diese Gewohnheit beibehalten, du kannst dich dann aber auf die Suche auf einer für dich passende, fortgeschrittene Methode machen.

Quellen & Links

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