Zu einer erfolgreichen Meditationspraxis führen viele Wege. Manche meditieren lieber im Liegen, andere im Sitzen. Wenn man sich beim Meditieren in der Stille schwer tut, kann Musik ein effektives Mittel sein, um Gedanken vorbeiziehen zu lassen und in die Entspannung einzutauchen. In vielen Traditionen ist Musik seit Jahrhunderten fixer Bestandteil der Meditationspraxis. Wir zeigen dir, worauf du bei der Auswahl der Meditationsmusik achten solltest, geben dir Empfehlungen und zeigen dir die Unterschiede zur Entspannungsmusik.

Warum Meditationsmusik?

Ein Sprichwort sagt „In der Ruhe liegt die Kraft“ und natürlich liegt darin auch viel Wahrheit. Meditationsmusik kann allerdings dabei helfen, sich besser zu fokussieren und von störenden Gedanken loszulassen. Bei angeleiteten bzw. geführten Meditationen hört man oft eine Musik im Hintergrund. Bei schamanischen Praktiken wird Musik dazu verwendet, in einen Trance-ähnlichen Zustand zu gelangen. Die rhythmische Trommelmusik spielt dabei eine zentrale Rolle. In manchen Yoga-Stilen ist auch das Singen von Mantren üblich, um in einen meditativen Zustand zu gelangen.

Musik kann nachweislich den Blutdruck, Puls, Atem und sogar Gehirnwellen beeinflussen. Durch die entspannende Wirkung steigert sich auch die Qualität der Meditationspraxis. Musik kann aber auch anregend wirken. Spätestens wenn du dein Lieblingslied beim Sport anmachst, wirst du den Effekt von Musik auf deinen Körper verstehen.

Manchmal hat man beim Meditieren auch mit Geräuschen von außen zu kämpfen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn man unterwegs oder draußen versucht, zu meditieren. Passende Meditationsmusik hilft dabei, die Geräusche von außen auszublenden. Außerdem benötigt man so in der Regel keinen zusätzlichen Wecker oder Timer, da die Meditation ganz einfach im Einklang mit der gewählten Musik enden kann.

Entspannungsmusik oder Meditationsmusik?

In den meisten Spas und Wellness-Einrichtungen hört man im Hintergrund eine beruhigende Musik. Dabei handelt es sich um Entspannungsmusik und nicht um Meditationsmusik. Man erkennt sie an dem melodischen und instrumentalen Klangbild. Das Ziel dieser Musik ist primär die beruhigende Wirkung. Eine Meditation kann aber auch andere Ziele verfolgen. Je nach gewählter Meditationspraxis wird auch ein entsprechender Fokus benötigt, bei dynamischen Meditationen darf auch etwas anregende Musik nicht fehlen.

Ein Album mit Wellness-Musik besteht meistens aus unterschiedlichen Interpreten und ist oft auch elektronischer Herkunft. Diese Art von Musik wird dich beim Meditieren eher stören als unterstützen. Daher solltest du dir zum Meditieren auch keine Wellness-Album mit 100 oder mehr Titeln zulegen. Diese Musik ist gut zum Entspannen, Tagträumen oder Schlafen geeignet aber nicht um fokussiert zu meditieren.

Wie wählt man die richtige Musik aus?

Grundsätzlich sollte man bei der Musikauswahl ganz einfach dem persönlichen Geschmack folgen. Natürlich soll die Musik auch die gewählte Meditationspraxis unterstützen. So passt eine schamanische Trance-Musik kaum zu einer achtsamkeitsorientierten Mediation. Wenn man sich auf die Suche nach der richtigen Musik begibt, so findet man zum einen klassisch-östliche Musik und zum anderen westliche „New Age“ Musik. Oftmals finden sich in Musikstücken traditionelle Instrumente aus Asien wie Sitar und Harmonium.

Außerdem unterscheidet sich das Angebot in geführten und offenen Meditationen. Geführte Meditationen geben dir eine „Anleitung“ für die Meditationspraxis. Dabei ist es wichtig, dass du die Stimme als sympathisch und angenehm empfindest. Es gibt beim Meditieren nicht schlimmeres als eine nervige Stimme, die dich führt.

Unsere Empfehlungen

Jetzt liegt es bei dir, die richtige Musik für dich zu finden. Da die Auswahl aber dank dem Angebot im Internet riesig ist, möchten wir dir nachfolgend ein paar Empfehlungen für – unserer Ansicht nach – sehr gute Quellen für Meditationsmusik geben.

  • Die App brain.fm bietet für Meditationen abgestimmte Kompositionen für unterschiedliche Zeitdauern an. Die Musik soll die Gehirnwellen positiv beeinflussen und so das Meditationserlebnis deutlich verbessern.
  • Der Streaming-Dienst Spotify bietet unterschiedliche Playlist für Meditationen, so auch eine für geführte Meditationen (Englisch) und eine für Zen-Meditation.
  • Auf YouTube findet man eine riesige Auswahl an Musik für unterschiedlichste Meditationen, da ist auf jeden Fall für jeden Geschmack etwas dabei. Man muss nur etwas geduldig mit der Suche sein.

Nachfolgend möchten wir dir noch drei Empfehlungen für Alben mit meditativer Musik geben:

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