Zen Weisheiten für den Alltag

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Rund um die im 5. Jahrhundert entstandene Buddhismus-Linie des Zen gibt es viele Mythen. Haikus sind traditionelle japanische Gedichte bzw. Texte, die sich durch ihre Kürze auszeichnen. Diese wurden sehr stark durch den Zen Buddhismus beeinflusst. Zen-Mönche und Samurai schrieben Todesgedichte teils auch in Haiku-Form. Nachfolgend stellen wir dir drei Weisheiten in Form von Haikus vor. Diese kannst du als Inspiration für den Alltag verwenden.

Der Zen-Weg ist von tiefer Einsicht geprägt. Es geht dabei weder um Religion, noch um Glaube. Wissen oder Intelligenz spielt ebenso wenig eine Rolle. Zen steht für das (meditative) Versinken im Moment, für die Konzentration auf die Gegenwart. So lösen sich Gegensätze wie Gut und Böse, Leben und Tot oder Wahr und Falsch im Nichts auf.

Eine bekannte Zen-Weisheit besagt: “Höre auf, daran zu denken und darüber zu sprechen, und es gibt nichts, was du darüber nicht wissen kannst.

Wer sich in der Zen Meditation übt, der lernt seinen Gedankenfluss besser kennen. Schritt für Schritt kann man sich dann von diesen Gedanken lösen. Man hört auf, sich mit diesen Gedanken zu identifizieren und erlebt die Konzentration auf den gegenwärtigen Moment.

Stille

Stille
Tief bohrt sich in den Fels
das Sirren der Zikaden.

Die völlige Stille wird durch das Zirpen durchbrochen. Dieses Haiku zeigt, dass oft genau so ein Detail wie das Sirren der Zikaden die Stille erst zu dieser einzigartigen Stille macht. Die völlige Stille wird so besonders betont.

Nacht ohne Haus

Decken auf dem Gras,
eine Nacht lang ohne Haus –
reich nur durch den Mond.

Der Mond steht im Haiku symbolisch als leerer Kreis für den Zen Buddhismus. Die Nacht ohne Haus deutet auf den sogenannten hauslosen Stand der buddhistischen Mönche hin.

Klang des Wassers

Ein alter Teich
ein Frosch hüpft hinein –
der Klang des Wassers.

Ein relativ einfaches Ereignis, bei dem die Wahrnehmung vom Visuellen zum Akustischen springt. Es kann als Darstellung unseres Bewusstseins gesehen werden, das oft willkürlich Gedanken verfolgt. Und das obwohl die Realität nicht geradlinig eindimensional, sondern vollkommen mehrdimensional ist.

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