Laufen mit Hund: Die besten Tipps

Laufen mit Hund: Die besten Tipps

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Hunde sind die perfekten Trainingspartner auf vier Beinen. Sie motivieren dich, sind treue Begleiter bei jedem Wetter und profitieren auch selbst von der regelmäßigen Bewegung. Dennoch gibt es jede Menge zu beachten. Damit das Laufen mit Hund ein Erfolg wird, haben wir für dich die besten Tipps zusammengefasst.

Grundsätzlich ist jeder Hund ein guter Läufer und da er ohnehin Bewegung braucht kannst du ihn super zum Laufen mitnehmen. Möchtest du deinen Vierbeiner regelmäßig zum Laufen mitnehmen, so solltest du dir jede Woche drei Trainingseinheiten mit deinem treuen Begleiter vornehmen. Abhängig von der Hunderasse kannst du auch weitere Distanzen laufen. Große Hunderassen haben in der Regel mehr Freude am Laufen als kleinere Hunde. Aber auch Pudel und (Jack Russell) Terrier laufen liebend gerne. Wenn dein Hund Probleme beim Atmen hat, so solltest du von einem Lauftraining mit ihm absehen.

Das richtige Alter

Die meisten Hunderassen sind mit etwa einem Jahr ausgewachsen. Erst dann solltest du deinen Hund zur ersten Laufrunde mitnehmen. Zuvor lohnt sich ein Gesundheitscheck beim Tierarzt, ob der Hund auch fit genug für das regelmäßige Lauftraining ist. Schritt für Schritt kannst du dann deinen Hund an das Laufen gewöhnen. Wie beim Menschen ist auch Regelmäßigkeit und Training essentiell, um Fortschritte zu machen. Der perfekte Start ist ein längerer Spaziergang, bei dem du immer wieder für einige Meter mit dem Vierbeiner an deiner Seite läufst.

Schafft dein Hund mehrere Hundert Meter neben dir zu laufen, kannst du den Trainingsumfang jede Woche kontinuierlich steigern. Empfehlenswert ist für die ersten Wochen ein Wochenumfang von 15 bis 25 Kilometer. Lange Strecken solltest du erst nach ein paar Monaten angehen. Erst mal reichen kürzere Strecken, um sich an die neue Form der Bewegung zu gewöhnen.

Warm-up und Cool-down

Wie auch du selbst muss sich dein Hund zunächst aufwärmen, um loslaufen zu können. Geht die ersten paar Meter gemeinsam, bevor ihr mit dem Laufen beginnt. Gib deinem Hund auf jeden Fall ein klares Startsignal sobald es losgehen soll. Hilfreich ist ein gleichbleibendes Ritual, welches deinen Hund und dich in Ruhe auf die bevorstehende Laufeinheit vorbereitet. Somit steht dem gemeinsamen Laufen nichts mehr im Weg!

Ein mögliches Ritual vor einem gemeinsamen Lauf sieht so aus:

  • Du ziehst dich um und machst dich fertig
  • Dem Hund das Geschirr anziehen und anleinen
  • Raus vor die Türe gehen
  • Die ersten Meter langsam gemeinsam gehen
  • Eventuell noch ein letztes “Geschäft” erledigen lassen
  • Mit einem Kommando (beispielsweise “Lauf”) die Laufeinheit gemeinsam starten

Nach dem Laufen gib deinem Hund wie auch dir kurz etwas Zeit, um langsam zur Ruhe zu kommen.

Das richtige Equipment

Für einen möglich entspannten Lauf verwendet ihr am besten ein Brustgeschirr und eine lockere Laufleine. Die Leine sollte rund drei Meter lang sein und über einen Ruckdämpfer verfügen. Alternativ kannst du auch einen Ruckdämpfer an deiner Leine anbringen. Wenn du möchtest, kannst du auch einen Bauchgurt für die Leine verwenden. Dafür werdet ihr beide aber etwas Übung benötigen. Ohne Leine solltest du nur dann laufen, wenn dein Hund auch sonst sehr folgsam ist und ihr abseits von dicht befahrenen Straßen unterwegs seid. Wir raten dir jedoch davon ab.

Achtsam Laufen

Das Laufen mit Hund kann sehr fordernd sein. Denn du musst dabei besonders auf andere Menschen und Hunde achten. In der Stadt gilt besondere Vorsicht vor Autos und Fahrräder. Achte stets auf die Bedürfnisse von deinem vierbeinigen Begleiter. Der Lauf soll euch beide Freude bereiten.

Im Sommer solltest du Läufe zur Hitze unbedingt vermeiden. Hunde benötigen besonders viel Schutz vor der aggressiven Mittagssonne. Am besten läufst du im Sommer in den frühen Morgenstunden, dann ist es noch für euch beide schön kühl. In der Natur läuft es sich mit Hund besonders gut, auch wenn du dabei auf andere Wildtiere acht geben musst. Ist es draußen kalt, so solltest du darauf achten, dass dein Hund in Bewegung bleibt. Im Winter kannst du also grundsätzlich auch mit dem Hund laufen gehen. Allerdings solltest du darauf achten, dass dein Begleiter nicht auskühlt.

Trails statt Straße

Für Hunde ist ein Waldboden der beste Untergrund zum Laufen. Das schont die Gelenke und sorgt außerdem für Abwechslung. Außerdem sind die Hundepfoten sehr sensibel und werden durch das Laufen auf Asphalt leicht verletzt. Besonders aufgeheizter Asphalt ist sehr gefährlich für die sanften Pfoten. Vor und nach dem Lauf kannst du unabhängig vom Untergrund auf der Laufstrecke etwas Pfotenbalsam auftragen, um die Pfoten zu schützen.

Verpflegung und Snacks während dem Laufen

Normalerweise musst du deinem Hund bei drei Laufeinheiten pro Woche nicht zusätzlich füttern. Wichtig ist jedoch, dass er im Alltag ein qualitativ hochwertiges Futter bekommt, um mögliche Nährstoffmangel vorzubeugen. Sollte der Appetit jedoch zunehmen, so kannst du  ihm Schritt für Schritt etwas mehr füttern. Achte am besten auf mögliche . Veränderungen des Körpergewichts. Verliert dein Hund zu viel Gewicht, so bekommt er wahrscheinlich zu wenig zu essen. In dem Fall pausiere das Lauftraining und halte am besten Rücksprache mit deinem Tierarzt.

Die Flüssigkeitszufuhr ist für ein erfolgreiches Training und die Gesundheit von deinem Hund essentiell. Er sollte unbedingt vor und nach dem Laufen ausreichend Wasser zu trinken bekommen. Falls ihr etwas länger unterwegs seid oder es etwas wärmer ist als sonst, gib ihm ruhig auch unterwegs etwas zu trinken. Das ist auch eine gute Gelegenheit, eine (geplante) Pause einzulegen.

Leckerlis solltest du nur sehr sparsam und gezielt einsetzen, denn viele Hunde bekommen dadurch Verdauungsbeschwerden. Lobe deinen Hund stattdessen, wenn er dir konsequent folgt.

Muskelkater beim Hund

Auch Hunde können Muskelkater bekommen. Ähnlich wie beim Menschen tut er sich dann bei der Alltagsbewegung schwer. Der Muskelkater tritt meistens etwas zeitversetzt ein und macht sich oft durch einen unrunden Gang bemerkbar. In dem Fall legt ihr am besten einfach einen zusätzlichen Tag Pause ein. Dein Vierbeiner sollte die Freude an der Bewegung nicht verlieren, daher ist Laufen bei Muskelkater für Hunde absolut tabu.

Längere Dauerläufe

Möchtest du weitere Distanzen zurücklegen, so solltet ihr regelmäßige Pausen entlang der Strecke einplanen. Dein Hund sollte dann die Möglichkeit haben, kurz etwas zu trinken, sein Geschäft zu verrichten und zu verschnaufen. Vor allem wenn er schnell hechelt ist eine Pause angesagt. Weitere Signale sind zurückgezogene Lefzen, eine tiefrote Zunge oder das plötzliche Verweigern der Fortbewegung. Überfordere deinen Lauf-Buddy nicht und baue das wöchentliche Volumen langsam auf, so habt ihr beide länger eine Freude an der gemeinsamen Bewegung.

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