Kokosmilch ist vor allem als köstliche Zutat in asiatischen Speisen wie Curry bekannt. Die pflanzliche Milch ist zwar sehr fettreich, punktet aber mit gesunden Fettsäuren. Diese sollen den Stoffwechsel ankurbeln und sogar antibakteriell wirken. Wir haben für dich die wichtigsten Gründe zusammengefasst, warum Kokosmilch gesund ist und weshalb du die Milch der Kokosnuss regelmäßig genießen solltest.

Kokosmilch oder Kokoswasser?

Oft besteht Verwechslungsgefahr zwischen Kokosmilch und Kokoswasser. Wer schon mal auf Urlaub in einem südostasiatischen Land war, kennt die ganzen Kokosnüsse als erfrischendes Getränk zwischendurch. Öffnet man eine frische Kokosnuss, so findet sich darin das Kokoswasser. Schlägt man die Kokosnuss nun komplett auf, so entdeckt man das weiße Fruchtfleisch. Dieses wird gemahlen und ausgepresst bzw. einfach mit Wasser püriert. So wird schließlich eine cremige Flüssigkeit gewonnen: die Kokosmilch. Eine gute Kokosmilch hat ein leicht nussiges Aroma und schmeckt zudem fruchtig. Die Zubereitung geschieht meistens ganz ohne chemische Zusatz- oder Hilfstoffe.

Wichtig: Achte beim Kauf von Kokosmilch auf Bio-Qualität, um unnötigen Zusatzstoffen und Pestiziden aus dem Weg zu gehen.

Wertvolle Nährstoffe

Die Milch der Kokosnuss enthält einige, wertvolle Nährstoffe wie Kalium, Magnesium und Eisen. Damit ist sie auch besonders vorteilhaft für das Herz. Außerdem sind in der Milch Vitamin C und Vitamin E sowie die B-Vitamine 1, 2, 3, 4 und 6 enthalten.

Etwa die Hälfte des enthaltenen Fettes besteht aus Laurinsäure. Diese ist vor allem für die antibakterielle Wirkung bekannt und soll dem Körper dabei helfen, das Immunsystem zu stärken. Auf diese Art macht die Laurinsäure Lebensmittel und Mahlzeiten auch länger haltbar.

Gesunde Fettsäuren

Der Fettgehalt von Kokosmilch liegt bei etwa 18% und ist damit für eine pflanzliche Milch sehr hoch. Reismilch enthält vergleichsweise nur 1% und Sojamilch 2% Fett. Nur 100ml enthalten etwa 200kcal, dennoch punkten die mittelkettigen Fettsäuren (auch Triglyceride oder MCTs genannt) mit vielen gesundheitlichen Vorteilen. Diese sollen entzündungshemmend wirken und sogar den Abbau von Körperfett unterstützen. Die Triglyceride der Kokosmilch werden im Körper schneller in Energie umgesetzt als andere Fettsäuren. Somit setzt sich dieses Fett weniger schnell an als beispielsweise tierisches Fett.

Zuviel Fett?

Selbstverständlich sind die gesunden Fette der Kokosmilch kein Freifahrtschein für endlose Schlemmereien. Im Rahmen einer High Carb Low Fat (HCLF)-Ernährung empfehlen wir den Fettanteil so gering wie möglich zu halten (im besten Fall bei etwa 10%). Daher sollte man auch Kokosmilch sparsam verwenden. Sie ist aber ein sehr wertvoller Ersatz für hochverarbeitete Öle und Fette, ein hochwertiger Energielieferant für Sportler und eine gesunde Alternative zu tierischer Sahne.

Gesunde Alternative zu tierischer Milch

Leidest du unter Laktoseintoleranz oder ernährst du dich vegan, so ist Kokosmilch aufgrund des vorgestellten Nährstoffprofils eine äußerst gesunde und vollwertige Alternative zu tierischer Milch. Du kannst Kokosmilch sehr vielfältig in Backwaren und asiatischen Gerichten verwenden und sogar Joghurt selber machen! Außerdem lässt sich Kokosmilch stark gekühlt wie Schlagsahne steif schlagen.

Die Kitava-Studie

Auf der Insel Kitava in Papua-Neuguinea wurde Ende der 80er eine wissenschaftliche Studie durchgeführt, bei der die Ernährung der dort ansässigen Einwohner untersucht wurde. Es stellte sich heraus, dass die Einwohner der Insel beinahe ausschließlich natürliche, unverarbeitete Lebensmittel zu sich nahmen. Zu den Grundnahrungsmitteln zählten unter anderem auch die Produkte der Kokosnuss. Erstaunlicherweise zeigten keine der älteren Einwohner Anzeichen von typischen Alterskrankheiten wie Demenz. Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren die Ausnahme. Das lässt die Vermutung aufkommen, dass unter anderem Kokosmilch und Kokoswasser zur Erhaltung der Gesundheit maßgeblich beitragen können.

Quellen & Links

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