Cold Brew erfreut sich immer größerer Beliebtheit und der Trend ist kaum aufzuhalten. Die besondere Zubereitungsmethode lässt die Kaffeebohnen in kaltem Wasser für bis zu 24 Stunden ihre Wirkung entfalten. Viele Cold Brew-Anhänger schwören auf den Geschmack und behaupten, der kalte Kaffee sei gesünder als „normaler“, heißer Kaffee. Doch was steckt wirklich dahinter? Wir haben uns den kalten Kaffee etwas näher angesehen.

Säureanteil

Da ein Cold Brew ohne heißem Wasser zubereitet wird, schmeckt er oftmals schokoladig bis bitter. Tatsächlich enthält er auch weniger Säure, da die im Kaffee enthaltenen Säuren eher bei höheren Temperaturen extrahiert werden. Falls du also sensibel auf die Säure im Kaffee reagierst, kannst du einen Cold Brew als Alternative ausprobieren.

Koffeingehalt

In Cold Brew steckt für gewöhnlich deutlich mehr Koffein als in herkömmlichen Kaffee, da hier das Verhältnis von Kaffee zu Wasser deutlich geringer ausfällt. Jedoch wird Cold Brew in vielen Fällen mit frischem Wasser, Eiswürfel oder Milch aufgegossen. Ein großer, purer Cold Brew mit rund 500ml enthält etwa 250mg Koffein. Somit würde er sogar weniger Koffein als ein heißer Kaffee enthalten. Der Koffein-Gehalt hängt jedoch von vielen weiteren Faktoren wie Röstung und den Kaffeebohnen selbst ab. Somit ist der direkte Koffein-Vergleich hinfällig.

Du möchtest wissen, wie man Kaffee möglichst gesund zubereiten kann? Dann lies unseren Artikel: Kaffee gesund & richtig kochen.

Nährstoffe

Über die gesundheitlichen Vor- und Nachteile von Kaffee gibt es viele unterschiedliche Meinungen. Fest steht, dass hochwertiger Kaffee eine gute Quelle für Antioxidantien ist. Bisher gibt es aber noch keine Untersuchungen der relativ neuen Cold Brew-Zubereitungsweise. Man könnte nur vermuten, dass der Anteil an Antioxidantien im Cold Brew etwas geringer ist, da durch das kalte Wasser weniger Säuren und Öle extrahiert werden.

Cold Brew als willkommene Abwechslung

Man erkennt sehr schnell, dass es keine großen Unterschiede zwischen einem hippen Cold Brew und einer Tasse herkömmlichen Kaffee gibt. Lediglich der niedrigere Säure- und Koffeingehalt könnte bei einem sensiblen Magen ein Grund sein, auf Cold Brew umzusteigen.

Nichtsdestotrotz ist Cold Brew eine willkommene Abwechslung im Alltag. Die Geschmacksnoten sind sehr unterschiedlich, daher lohnt es sich auch unterschiedliche Baristi, Bohnen und Zubereitungsmethoden auszuprobieren. Mittlerweile ist das kalte „Brühen“ zu einer Art Wissenschaft für sich geworden. Das schöne daran ist außerdem, dass man sich mit der Qualität der Kaffeebohnen, dem Anbau und dem Genuss intensiver beschäftigt als sonst.

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