In den Höhen der peruanischen Anden wird Maca bereits seit etwa 2000 Jahren angebaut und als vielfältiges Nahrungsmittel eingesetzt. Der Pflanze werden zahlreiche Heilwirkungen zugeschrieben, zum Teil sind diese auch wissenschaftlich belegt. Die extremen Umweltbedingungen machen Maca zu einem Superfood der Extra-Klasse. In der Vergangenheit wurde es sogar als Zahlungsmittel benutzt. Wir stellen dir die wichtigsten Anwendungsgebiete der Power-Pflanze im Detail vor.

Exteme Umweltbedingungen

Maca wird in Südamerika auf einer Höhe von etwa 2500 bis 4000 Metern über dem Meeresspiegel angebaut, wodurch sie extremen klimatischen Umweltbedingungen ausgesetzt ist. Stürme, Temperaturschwankungen und eine intensive Sonneneinstrahlung machen die Knolle zu einer sehr widerstandsfähigen Pflanze. Die Maca-Pflanzen können unterschiedliche Farben wie gelb, rot und weiß annehmen.

Grundnahrungsmittel

In den Anden gelten die Knollen als Grundnahrungsmittel. Dort werden die Knollen gebacken oder getrocknet und gekocht zu einem Brei weiterverarbeitet. Die süßlichen Knollen haben ähnliche Nährwerte wie andere Grundnahrungsmittel wie Reis und Mais. Maca besteht aus etwa 60% Kohlenhydraten und 10% Eiweiß. Die Knollen enthalten viele essentielle Aminosäuren sowie einen hohen Anteil an Calcium und Eisen. Sie können sehr gut getrocknet und lange gelagert werden. Die Inhaltsstoffe bleiben für über zwei Jahre gut erhalten.

Power-Paket für Sportler

Traditionellerweise werden Maca viele positive Effekte auf die Leistungsfähigkeit zugeschrieben. Die rübenähnliche Pflanze gilt als Adaptogen und soll damit dem Körper dabei helfen, sich an Stresssituationen anzupassen. Sie soll die Regeneration der Nebennieren beschleunigen und somit helfen, sich an anstrengende Trainingseinheiten schneller anzupassen.

Man kann es auch so sehen: Da Maca sich selbst so stark gegen belastende Umwelteinflüsse schützen muss macht die Pflanze auch den Menschen widerstandsfähiger gegen Stress. In der alternativen Medizin wird Maca auch bei chronischer Erschöpfung und Anämie eingesetzt. Auf jeden Fall ist die Power-Knolle ein ideales Superfood für Ausdauersportler.

Optimal für die Hormon-Balance

Ein ausgeglichener Hormonhaushalt ist oft wichtiger als man denkt. Denn unsere Hormone steuern die unterschiedlichsten Prozesse im Körper und können so unter anderem für Stimmungsschwankungen, Unausgeglichenheit und Depressionen verantwortlich sein. Maca soll die Fähigkeit haben, den Hormonhaushalt ins Gleichgewicht zu bringen. Wissenschaftlichen Studien zufolge konnte zwar keine direkte Veränderung der Hormonwerte bewiesen werden, fest steht jedoch die positive Auswirkung auf sexuelle Funktionsstörungen, Depressionen, chronische Müdigkeit und auf das Immunsystem.

In Peru wurde im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie Männern zwischen 20 und 40 Jahren über drei Monate Maca verabreicht um die Auswirkungen der Power-Knolle auf die Fruchtbarkeit zu beobachten. Bereits nach zwei Wochen wurde eine Verdoppelung der Spermien und eine Erhöhung der männlichen Hormonen festgestellt. Die Teilnehmer gaben außerdem an, dass sich ihre Libido deutlich verbesserte. Maca soll somit die Laune heben und besonders aphrodisierend wirken.

Auch Frauen können von den positiven Wirkungen der Wurzel profitieren. Bei regelmäßiger Einnahme kann sich eine Verbesserung der Regelbeschwerden einstellen. Zudem soll die Wurzel den weiblichen Zyklus stabilisieren und Menopause-Symptome verringern.

Zubereitung und Qualität

Maca ist außerhalb von Südamerika vor allem in Pulverform erhältlich. Allerdings gibt es unterschiedliche Extrakte und Qualitätsstufen, daher sollte man beim Kauf unbedingt auf einen hochwertigen Anbau und Bio-Qualität achten.

Die Knolle schmeckt herb und süß zugleich und erinnert ein wenig an Malz. Zu Beginn kannst du zwischen einen und drei Teelöffeln in Smoothies mischen. Das Einrühren in Suppen oder anderen heißen Speisen ist nicht empfehlenswert, da so möglicherweise wertvolle Nährstoffe verloren gehen. Maca passt allerdings auch sehr gut in (Rohkost-)Nachspeisen wie zum Beispiel Energiekugeln.

Nach einem Monat kannst du die Dosis langsam auf bis zu zwei Esslöffel steigern. Beobachte einfach selbst, welche Auswirkungen das Superfood auf dich hat. Grundsätzlich kannst du Maca sowohl vor als auch nach dem Training zu dir nehmen. Unserer Erfahrung nach stellt sich nach etwa einem Monat eine deutliche Leistungssteigerung ein, der Körper reagiert auf anstrengende Trainingseinheiten gelassener. Zudem konnten wir persönlich auch eine Verringerung von Heißhungerattacken auf Süßes beobachten, was vermutlich auf die hormonellen Wirkungen zurückzuführen ist.

Rezept-Tipp: Maca-Smoothie

Mit Maca kannst du einen leckeren Smoothie für eine bessere Regeneration nach anstrengenden Trainingseinheiten oder langen Arbeitstagen zubereiten. Dazu gibst du einfach alle Zutaten in einen Hochleistungsmixer und mixt die Superfoods gemeinsam mit den Bananen und dem Wasser solange, bis der cremige Smoothie fertig ist. Gemeinsam mit feinen Haferflocken kann der Smoothie in einer Schüssel auch als vollwertige Mahlzeit zubereitet werden.

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