Polyphenole – das Geheimnis für ein langes Leben?

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Vor allem grünes Gemüse steht bei dir im Vergleich zu Cookies und Burger weniger hoch im Kurs? Damit entgehen dir viele wertvolle Polyphenole. Das sind wertvolle Stoffe, die außer in Obst und Gemüse sonst nirgendwo anders zu finden sind. Sie sollen laut dem aktuellen Stand der Forschung besonders wertvoll für die Herzgesundheit und das Gehirn sein. In diesem Artikel erklären dir, warum Polyphenole so wichtig für deine Gesundheit sind. Zudem zeigen wir dir, in welchem Obst und Gemüse du die sekundären Pflanzenstoffe findest.

Was sind Polyphenole?

Pflanzen nutzen Polyphenole als Metaboliten, um sich vor Tieren, schädlichen Mikroorganismen, UV-Strahlung und kalten Temperaturen zu schützen. Somit spielen sie eine bedeutende Rolle bei Farbe und Geschmack. So wie sie die Pflanzen schützen, so können sie im übertragenen Sinne auch uns schützen.

Welche Polyphenole gibt es?

Es gibt vier unterschiedliche Kategorien, in die sich Polyphenole unterteilen lassen. Zu diesen Kategorien können auch die unterschiedlichen pflanzlichen Lebensmittel zugeordnet werden, in denen die wertvollen Pflanzenstoffe stecken.

  • Phenolsäuren: Kiwis, Zitrusfrüchte, Tee, Kaffee, Reis, Vollkorn
  • Stilben: rote Trauben
  • Flavonide: Beeren, Kirschen, Trauben, Blutorangen
  • Lignane: Beeren, Bohnen, Vollkorn, Gemüse

Ein generell hoher Polyphenolgehalt konnte zudem in folgenden Obst und Gemüse nachgewiesen werden:

  • Apfelbeeren
  • Gingko
  • Weintrauben (und Rotwein)
  • Manostanfrucht
  • Granatapfel (besonders der Saft)

Positive Wirkung der Polyphenole

Die gesundheitsfördernde Wirkung der Polyphenole ist sehr vielfältig. Besonders die antioxidative Wirkung spielt eine wichtige Rolle und unterstützt den menschlichen Körper beim Kampf gegen oxidativen Stress.

Insulinsensitivität

Da Polyphenole die Verdauung von Kohlenhydraten verlangsamen, liegt die Vermutung nahe, dass damit auch der Blutzuckerspiegel nicht so schnell ansteigt. Eine Studie der University of Leeds aus 2013 hat herausgefunden, dass die Pflanzenstoffe, wie sie auch in grünem Tee vorhanden sind, einen stabilen Blutzuckerspiegel unterstützen.

Herzgesundheit

Verschiedene Studien konnten bereits die positive Wirkung der Flavonide im Kakao auf die Herzgesundheit zeigen. Sie sollen den Blutdruck senken, die Gesundheit der Zellen unterstützen und ingesamt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen.

Zellgesundheit

Generell sollen Polyphenole wie andere Antioxidantien auch entzündungshemmend und krebsvorbeugend wirken. Eine Studie der Natural Product Research konnte zeigen, dass die Flavonide in Tee den Alterungsprozess verlangsamen könnten. Auch unser Gehirn profitiert von der Zellgesundheit. Die sekundären Pflanzenstoffe können die Blut-Hirn-Schranke überschreiten und so bei regelmäßigen Konsum möglicherweise sogar die Neuronen in unserem Gehirn schützen.

Milch verhindert die Aufnahme von Polyphenolen

Um die Aufnahme der sekundären Pflanzenstoffe über die Nahrung zu unterstützen solltest du auf den Konsum von (Kuh)milch verzichten. Denn eine Studie der Universität Quebec aus 2013 konnte zeigen, dass Milch die Aufnahme von Polyphenolen aus Tee um bis zu 27% reduzieren. Chai Latte oder schwarzer Tee mit Milch sind also keine gute Idee.

Quellen

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