Das Konzept der basischen Ernährung gibt es bereits seit 1913. Besonders in der Alternativmedizin wird schon seit langer Zeit zu einer basischen Ernährung in Begleitung diverser Therapien und als gesunde Lebensgrundlage geraten. Basische Ernährung macht fit, jung und schlank? Das sind große Versprechen. Wir erklären dir die Grundsätze und Ideen hinter einer basenüberschüssigen Ernährung.

Was sind Basen und Säuren?

Aus chemischer Sicht misst der pH-Wert die Konzentration von Wasserstoff-Ionen pro Liter Flüssigkeit. Während ein pH-Wert von 1 als sehr sauer gilt, entspricht ein Wert von 14 einer stark basischen Substanz. Unter einem pH-Wert von 7 spricht man von einer Säure, über einem pH-Wert von 7 von einer Base (oder Lauge). Vereinfacht gesagt sind Basen in der Lage, den pH-Wert einer Lösung zu erhöhen und können somit Säuren neutralisieren.

Was haben Säuren und Basen mit Gesundheit zu tun?

In unserem Körper herrschen in den Organen und Körperflüssigkeiten unterschiedliche pH-Werte. Beispielsweise verfügen Blut, Lymphe und Urin über unterschiedliche Werte. In den Zellen liegt der pH-Wert bei einem gesunden Menschen im leicht basischen Bereich von 7,0 bis 7,4. Ebenso leicht basisch ist das Blut mit einem pH-Wert von 7,3 bis 7,5. Im Magen wiederum ist ein saures Mileu erforderlich, hier herrscht ein pH-Wert zwischen 1,5 und 3,0. Ändert sich der PH-Wert, so wirkt sich das auch auf die Struktur der Enzyme im Körper aus. Da der Säure-Basen-Haushalt im Körper auch sämtliche Körperfunktionen beeinflusst, sollte dieser stets in Balance gehalten werden.

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Im Körper entstehen Säuren durch diverse Stoffwechselvorgänge und durch die Nahrungsaufnahme. Auch Alterungsprozesse, strenge Diäten und Sport begünstigen eine übermäßige Säurebildung im Körper. Um den Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht zu halten, verfügt der Körper über unterschiedliche Puffersysteme. Diese gleichen Abweichungen des pH-Werts nach unten oder oben aus. Das geschieht bei einem gesunden Menschen ganz automatisch wie die Regelung der Körpertemperatur. Der Säureausgleich geschieht beispielsweise über die Atmung, die Nieren, das Bindegewebe und die Haut.

Viele Ärzte und Wissenschaftler sind der Meinung, dass eine Übersäuerung die Gesundheit deutlich beeinflussen kann. Im Zusammenhang mit einem übersäuerten Körper stehen stoffwechselbedingte Krankheiten wie Migräne oder Gicht. Weitere Folgen sollen Cellulite, rheumatische Beschwerden und Muskelverlust sein.

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Sind im Körper genügend Basen vorhanden um die angefallenen Säuren zu neutralisieren, so ist der Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen. Oftmals wird daher geraten, weniger „saure“ Lebensmittel zu sich zu nehmen, um den Körper zu entlasten. Mit einer basischen Ernährung kann man sich deutlich wohler fühlen und die Grundlage für ein gesundes und bewusstes Leben schaffen. Ob eine basische Ernährung Krankheiten und Alterserscheinungen entgegenwirkt kann man jedoch kaum belegen.

High Carb Low Fat (HCLF) und basisch?

Wir haben bereits in einigen Artikeln auf die gesundheitlichen Vorteile einer vollwertigen High Carb Low Fat (HCLF)-Ernährung aufmerksam gemacht. Bei diesem Konzept geht es darum, die meisten Kalorien aus Kohlenhydraten und eher wenig Fett zu sich zu nehmen. Bei der Wahl der Kohlenhydrate kommt es aber sehr stark auf die Qualität an. Hochverarbeitete Lebensmittel wie Weißmehl und industrieller Zucker sind auf keinen Fall zu empfehlen. Diese qualitativ minderwertigen Lebensmittel verfügen meistens über so gut wie keine Nährstoffe und übersäuern den Körper.

Bei einer ausgewogenen HCLF Ernährung wird viel Wert auf Obst und Gemüse sowie gesunden, komplexen Kohlenhydraten gelegt. Und das wirkt sich wiederum sehr positiv auf den Säure-Basen-Haushalt aus. Denn so gut wie alle Obst- und Gemüsesorten wirken basenbildend. Auch Pseudogetreidesorten wie Quinoa oder Hirse bieten zahlreiche Vorteile für die Gesundheit.

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Ist eine basische Ernährung wirksam?

Ob sich eine basische Ernährung gesundheitsfördernd auf unseren Köper auswirkt ist, wie bei (beinahe) allen Ernährungskonzepten und Diäten, umstritten. Was heute als gesund bezeichnet wird, steht vielleicht morgen schon wieder in Verruf. Jeder muss für sich selbst entscheiden und spüren, was dem eigenen Körper gut tut. Probiert man eine Diät oder Ernährungsform aus und fühlt man sich dabei auch fit und gesund, spricht nichts dagegen, diese weiter beizubehalten. Egal ob basisch oder nicht: eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und Obst ist auf jeden Fall empfehlenswert.

Die Balance finden

Natürlich kann man es auch mit der basischen Ernährung übertreiben. Ob ein Lebensmittel sauer oder basisch ist, bestimmt noch lange nicht dessen Wert für die Gesundheit. Wer außerdem nur basische Lebensmittel zu sich nimmt und zudem auch Basenpulver in Unmengen verschlingt, tut seinem Körper bestimmt nichts Gutes. Denn wie jede einseitige Ernährungsform kann auch das zu viel für den Körper sein. Es geht viel mehr darum, eine Balance zwischen basischen und ansäuernden Mahlzeiten bzw. Lebensmitteln zu finden.

Vegetarier und Veganer haben es leichter, da sie auf tierische Produkte verzichten, die besonders ansäuernd auf den Körper wirken. Das Puffersystem unseres (gesunden) Körpers gleicht ansäuernde Mahlzeiten im Handumdrehen wieder aus. Wer auf seinem Speiseplan 2/3 bis 3/4 basische Nahrungsmittel am Plan stehen hat, muss sich auf keinen Fall um seinen Säure-Basen-Haushalt Sorgen machen.

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