Gewichtswesten versprechen eine höhere Intensität beim Laufen und sollen damit für ein effektiveres Training sorgen. Auch bei anderen Übungen mit dem eigenen Körpergewicht wie Pullups wird so die Intensität zusätzlich gesteigert. Wir haben uns das neu entdeckte Trainingstool näher angesehen und geben dir wichtige Tipps für ein effektives Training mit einer Gewichtsweste.

Wie gesund ist die zusätzliche Belastung?

Grundsätzlich sind unsere Gelenke vor allem beim Ausdauersport wie dem Laufen darauf ausgelegt, das eigene Körpergewicht zu tragen und abzufedern. Fakt ist jedoch, dass durch das zusätzliche Gewicht jedes Training intensiver wird. Durch die höhere Intensität während dem Training steigt auch der Trainingseffekt. Die Kondition wird verbessert und das Fett verbrennt (im optimalen Fall) schneller. Übertreiben sollte man es dennoch nicht mit der Gewichtsweste. Wer lange Dauerläufe mit einer schweren Weste zurücklegt, riskiert ernsthafte Verletzungen. Ein langsamer bis moderater „Spaziergang“ kann hingegen die aerobe Fitness deutlich steigern.

Das beste an einer qualitativ hochwertigen Gewichtsweste ist, dass sie Abwechslung in das Training bringt und neue Trainingsreize setzt. Im CrossFit ist sie auch für das Metabolic Conditioning (MetCon) perfekt geeignet. Aber auch im Krafttraining können Gewichtswesten vielseitig eingesetzt werden (z.B. Dips). Und wer für einen Obstacle Course Race wie den Spartan Race trainiert, sollte ohnehin öfters mit zusätzlichem Gewicht trainieren. Abhängig vom gewählten Gewicht spart man sich auch einiges an Zeit, da die Intensität durch das Anlegen der Weste ganz einfach erhöht werden kann ohne langwierigem Intervall- oder Tempotraining (welches ebenso wichtig ist und Bestandteil eines abwechslungsreichen Trainings sein sollte).

Die Westen können für das Training zu Hause (vor allem für Pullups, Pushups und Squats) aber auch im Freien benutzt werden. So finden sie beispielsweise auch Anwendung beim berühmten „Murph“-Heldenworkout, welches aus folgenden Übungen mit einer 20 Pfund-Gewichtsweste besteht:

  • 1 Meile Laufen
  • 100 Pullups
  • 200 Pushups
  • 300 Squats
  • 1 Meile Laufen

Die Qual der Wahl

Gewichtsweste
Die Auswahl ist riesig, der Sitz der Gewichtsweste ist dabei am wichtigsten.

Nachdem Gewichtswesten für lange Zeit eher als unsexy galten, feiern sie in den letzten Jahren dank CrossFit und Co. ein großes Comeback. Die Westen wiegen zwischen fünf und 30 Kilogramm und besitzen ein fixes Gewicht oder lassen sich auch einzeln bestücken und aufrüsten. Beim Kauf sollte man vor allem auf die Qualität und die Verarbeitung achten. Es gibt unterschiedliche Modelle mit Klettverschlüssen und Gurte.

Das Wichtigste bei der Wahl eine Gewichtsweste ist, dass sie bequem sitzt. Am besten besitzt sie auch im Bereich der Schultern eine Polsterung. Die Weste sollte wie ein guter Rucksack sitzen und nirgends einschnüren.

Das Material der Weste sollte auch atmungsaktiv sein und im besten Fall geruchsneutral (ansonsten atmet man ständig den unangenehmen Geruch ein). Manche Westen besitzen auch ein Extra-Fach für Gels oder Getränke. Daher lohnt sich ein ausführlicher Vergleich auf jeden Fall.

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