Zero Waste im Badezimmer

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Du möchtest weniger Müll produzieren und so gut es geht auf Plastik verzichten? Dann ist das Badezimmer der perfekte Ort, um damit zu beginnen. Denn hier kannst du dich erst mal in einem überschaubaren Rahmen mit dem Thema Müllvermeidung auseinandersetzen. Sollte es in deiner Nähe sogar einen Unverpacktladen geben, fällt die Umstellung noch einfacher. Auch wenn das nicht der Fall ist, kannst du dir Vorräte von deinen wichtigsten Gebrauchsgegenständen anlegen und vieles selbst herstellen. Wir zeigen dir, wie das geht!

Zahnputztabs, Mundwasser aus Minzöl, Bambuszahnbürste

Gerade bei der täglichen Mundhygiene fällt mit der Zeit ein riesiger Berg Plastikmüll an. Ob Zahnpasta-Tuben, Mundwasser-Flaschen oder Zahnbürsten und Zahnbürstenköpfe – es scheint keine ökologischeren Alternativen zu geben. Doch es gibt sie tatsächlich!

Anstatt Zahnpasta kannst du zum Beispiel Zahnputztabs verwenden. Diese sind nichts anderes als in Form gepresste Zahnpasta und sind auch für Flugreisen super geeignet, weil sie nicht zu den Flüssigkeiten zählen. Du kannst sie in Unverpacktläden oder als Großgebinde online beziehen. Dann sind sie zwar trotzdem in Plastik verpackt, aber reichen für mindestens ein halbes Jahr.

Zu herkömmlichen Zahnbürsten findest du mittlerweile eine große Auswahl an Bambuszahnbürsten. Hier sind lediglich die Borsten aus Nylon, den Rest der Bürste kannst du auf den Kompost werfen. Anstatt Mundwasser gibst du einfach einen Tropfen ätherisches Minzöl in ein Glas Wasser und spülst damit. Das macht nicht nur einen frischen Atem, sondern ist auch noch frei von allen möglichen Zusatzstoffen. Außerdem findest du in Unverpacktläden und plastikfreien Onlineshops Alternativen zu herkömmlicher Zahnseide. Diese ist meistens in Pergamentpapier verpackt, besteht aus echter Seide und ist mit Bienenwachs überzogen.

Feste Seifen, Shampoo Bars & Rasierhobel

Dich stören schon lange die vielen unaussprechlichen Zutaten in deinem Duschgel und Haarshampoo? Dann solltest du künftig zu fester Seife greifen. Besonders Aleppo Seife ist vielseitig einsetzbar und auch zum Haare waschen geeignet. Durch die verschiedenen Zusammensetzungen ist auch für jeden Hauttyp die passende Variante dabei. Gib zu Beginn nicht sofort auf, wenn deine Haut nach dem Duschen mit Seife trocken wirkt. Der natürliche Säurehaushalt der Haut muss sich erst wieder regulieren.

Alternativ zu Haarseife kannst du auch zu festen Shampoo Bars greifen. Hier benötigen deine Haare keine Eingewöhnungsphase und du sparst trotzdem jede Menge Müll. Zur müllfreien Enthaarung hast du mehrere Optionen, zum Beispiel Sugaring mit selbstgemachter Zuckerpaste. Eine weitere plastikfreie Alternative ist ein Rasierhobel, der mit puren Metallklingen benutzt wird. Diesen bedienst du nach kurzer Eingewöhnung kinderleicht, am besten mit einer hochwertigen Rasierseife.

Hier liest du mehr dazu: Natürliche Haarpflege

Deos und andere Pflegeprodukte selber machen

Um Müll zu vermeiden und deine Geldbörse zu schonen lohnt es sich, Pflegeprodukte selbst herzustellen. Ein selbst gemachtes Deo kann als Creme oder Spray und Roll-On hergestellt werden. Auch Gesichtsmasken kannst du einfach und kostensparend herstellen, sowie auch Peelings für Gesicht und Körper.

Für deine selbst gemachten Pflegeprodukte sollten außerdem Basics wie Haferflocken, Apfelessig und Natron nicht fehlen. Mit ihnen kannst du eine Vielzahl an Pflegeprodukten herstellen und deinen Körper so natürlich pflegen.

Tipp: Eine natürliche Gesichtspflege kommt mit wenigen Zutaten aus, kann individuell abgestimmt werden und tut deiner Haut einfach gut!

Waschbare Wattepads verwenden

Hast du dir schon einmal ausgerechnet, wie viele Einweg-Wattepads jedes Jahr bei dir im Müll landen? Egal ob zum Abschminken oder Gesichtswasser auftragen, es summiert sich. Auch hier kannst du, mit Ausnahme der Nagellackentfernung, auf ein wiederverwendbares Produkt umstellen. Waschbare Wattepads kaufst du entweder im Unverpacktladen oder nähst du fix selber. Dafür benötigst du lediglich ein Stück weichen Stoff, ein altes Handtuch und eine Nähmaschine. Nähe die beiden Stoffe zusammen und im Handumdrehen sind Wattepads so selbst hergestellt.

Putzen & Wäschewaschen ohne Einwegmaterial

In vielen Bioläden und Reformhäusern hast du die Möglichkeit, Putz- und Waschmittel abzufüllen oder die leeren Flaschen zu retournieren. Ein besonders guter selbst gemachter Allrounder zum Putzen ist ein Zitrusreiniger. Auch deine Toilette freut sich über selbstgemachte Reinigungstabs aus wenigen Zutaten. Du benutzt gerne Unmengen an Küchenrolle und Einwegtüchern? Dann solltest du künftig mit waschbaren Putztüchern, alten Stofffetzen aus ausrangierten T-Shirts und alten, zerschnittenen Handtüchern putzen. Sobald du dich an die neuen Utensilien gewöhnt hast, greifst du nie wieder zu Einwegware.

Podusche anstatt Klopapier

Achte bei Klopapier immer darauf, dass du Recyclingpapier verwendest. Du möchtest bestimmt nicht, dass neue Bäume gepflanzt und gefällt werden, nur damit du sie nach einmaligem Einsatz die Toilette runterspülst. Eine Ausnahme bildet dabei Toilettenpapier aus Bambus oder Hanf, da ihre Herstellung ressourcenschonend möglich ist. Möchtest du generell auf Papier verzichten oder es reduzieren, tust du der Umwelt und deinem Körper mit einer Podusche, wie du sie aus Asien und Südeuropa kennst, etwas Gutes.

Nachhaltige Monatshygiene

Als Frau fallen zusätzlich zu all dem regulären Müll einmal im Monat noch Unmengen an benutzter Tampons und Binden an, die fast ausschließlich aus Plastik bestehen. Das ist weder gut für die Umwelt, noch für deine Gesundheit. Daher solltest du in eine Menstruationstasse investieren. Mit ihrer einmaligen Anschaffung hast du eine treue Begleitung für die nächsten 10 bis 15 Jahre deiner Periode gefunden. Das spart auch eine Menge Geld. Bist du mehr ein Fan von Binden, so gibt es hier die Möglichkeit auf schadstofffreie Stoffbinden oder spezielle Periodenunterwäsche umzusteigen. Das klingt vielleicht zunächst seltsam, du solltest es aber unbedingt ausprobieren!

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