Guter Schlaf ist für die Leistungsfähigkeit und die Regeneration unersetzlich. Wenn du ständig müde bist und nicht ausreichend guten Schlaf bekommst, dann kann das unterschiedliche Gründe haben. Eine wissenschaftlich nachgewiesene Ursache ist die unzureichende Versorgung mit Aminosäuren und Mineralstoffen. In diesem Fall lohnt es sich, besonders auf die Ernährung zu achten und auch Supplemente auszuprobieren, um die Schlafqualität zu steigern. Wir zeigen dir, welche Aminosäuren besonders wichtig sind, um gut und erholsam zu schlafen.

L-Tryptophan

Eine der wichtigsten Aminosäuren, um unseren Schlafrhythmus zu regulieren ist L-Tryptophan. Diese Aminosäure reguliert nicht nur unsere innere Uhr, sie wird auch zu Herstellung von Serotonin, dem weit bekannten Glückshormon, benötigt. Außerdem wirkt L-Tryptophan entspannend und ist somit für einen erholsamen Schlaf sehr hilfreich. Ein Mangel äußerst sich oftmals in depressiven Verstimmungen, Angstzustünden und unbegründeter Nervosität.

L-Tryptophan findet sich vor allem in eiweißreichen Lebensmitteln. Wenn du jetzt aber denkst, dass es reicht, ausreichend tryptophanhaltige Lebensmittel zu dir zu nehmen, liegst du leider falsch. Denn viele dieser Lebensmittel wie auch Fleisch stecken voller weiterer Aminosäuren, wodurch die Aufnahme von L-Tryptophan wiederum blockiert wird. Lediglich Cashewkerne, Kakao und Haferflocken sind hochwertige, zuverlässige Quellen von L-Tryptophan, da sie kaum andere Aminosäuren enthalten. Eine Cashew- oder Hafermilch mit etwas Kakao vor dem Schlafengehen kann also ein natürliches und effektives Schlafmittel sein. Auch ein warmer Porridge mit Kakao, am besten ohne Zucker, kann das Einschlafen unterstützen.

Die (isolierte) Aminosäure ist in der EU nicht als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen, sondern für Menschen lediglich als Medikament erhältlich. Wenn du also unter sehr starken Schlafstörungen leidest, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen, um die Ursache abzuklären.

L-Glutamin

Eine weitere beruhigende Aminosäure ist die nicht essentielle Alpha-Aminosäure L-Gutamin (oder auch einfach nur „Glutamin“). Die Aminosäure ist für den Hormonhaushalt wichtig und kann außerdem die Leistungsfähigkeit und die Stimmung heben. Zudem steht laut wissenschaftlicher Studien ein niedriger Glutaminspiegel mit Schlafproblemen in Zusammenhang. Gemeinsam mit Niacin soll außerdem die Merkfähigkeit verbessert und Stress gesenkt werden können.

Bei Infektionen kann es zu einem rapiden Anstieg des Bedarfs an Glutamin kommen. Eine nicht ausreichende Versorgung kann das Immunsystem beeinträchtigen. Glutamin ist außerdem auch an der Herstellung des Antioxidans Glutathion und an der Regulierung des Säure-Basen-Haushalts beteiligt.

Eine Vielzahl an Obst und auch Gemüse enthalten Glutathion, allerdings sollten diese Lebensmittel möglichst frisch und unverarbeitet verzehrt werden, um den Anteil an der wichtigen Aminosäure hoch zu halten. In diesem Fall spricht also alles für eine Rohkost-Mahlzeit. Glutathionhaltige Lebensmittel sind zum Beispiel Spargel, Kartoffeln, Grapefruits, Kürbisse und Brokkoli. Es gibt auch spezielle Nahrungsergänzungsmittel mit Glutathion, wir empfehlen dir aber den Umstieg auf eine vollwertigere Ernährung und ausreichend Bewegung, um den Spiegel natürlich zu erhöhen.

Verzicht auf Fleisch und Milchprodukte am Abend

Bestimmt kennst du das alte Hausmittel „Milch mit Honig“, das anscheinend beim Einschlafen helfen soll. Viele Menschen greifen noch heute auf dieses altbewährte Getränk zurück. Allerdings ist diese Kombination eher kontraproduktiv, um einen erholsamen Schlaf zu bekommen. Denn Kuhmilch und deren Produkte sowie Fleisch enthalten auch verzweigtkettige Aminosäuren (BCAAs), die die Aufnahme von L-Tryptophan hindern und somit einen Einfluss auf den Serotoninspiegel haben können. Es gibt deutlich bessere Getränke, um besser zu schlafen.

Für einen guten und erholsamen Schlaf ist es also ratsam, vor dem Schlafengehen auf Milchprodukte und Fleisch komplett zu verzichten. Auch dein Bauch wird es dir danken, wenn er in der Nacht nicht mit der Verdauung von Fleisch und Milchprodukten beschäftigt ist. Eine Cashewmilch mit Zimt und Kakao ist somit eine weitaus effektivere und gesündere Alternative. Schließlich fällt so auch das Schlafen leichter, was wiederum förderlich für die Gesundheit ist.

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2 Kommentare

    1. Hi Dani 🙂

      Die Koffeingehalt von Kakao schwankt in der Regel zwischen 0,1% und 0,5%, bei Kaffee zwischen 1% und 3%, bei Matcha sogar bei bis zu 3,9%. Es ist also vergleichsweise wenig Koffein im Kakao enthalten. Allerdings geht es hier im Artikel vor allem um die anderen Vorteile, die Kakao mit sich bringt, die locker den Koffeingehalt wieder ausgleichen. Vor allem das Tryptophan fördert nachweislich einen erholsamen Schlaf (siehe z.B. https://de.wikipedia.org/wiki/Tryptophan).

      Liebe Grüße & alles Gute,
      Dominik

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